Eingangshalle des Belvedere auf dem Pfingstberg kann mit Spenden saniert werden

06.12.2016 09:14

Baustart am 6. Dezember

Die Sanierung der durch Feuchtigkeit und Abnutzung gezeichneten Eingangshalle des Schlosses Belvedere auf dem Pfingstberg kann am 6. Dezember 2016 beginnen. Der Förderverein Pfingstberg in Potsdam e.V. (FVP) und die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) freuen sich darüber, dass 10.000 Euro Spendengelder zu den aktuell auf 20.000 Euro geschätzten Gesamtkosten eingeworben werden konnten. Fachlich federführend ist die SPSG. Die Baumaßnahmen sollen Ostern 2017 abgeschlossen sein.

Spendenwerbung durch Engagement der Vereinsmitglieder und Benefizkonzert

Um das vom FVP in 2015 ausgerufene Spendenprojekt der Sanierung der Eingangshalle des Belvedere zum Erfolg zu führen, waren die Vereinsmitglieder im Rahmen der Kultur-in-der-Natur-Veranstaltungen an den Wochenenden von Mai bis September in 2015 und 2016 im großen Umfang aktiv. Sie informierten über das Vorhaben und regten zum Spenden an. Am 3. Juli 2016 fand zudem ein Benefizkonzert mit dem Rotaryclub Potsdam-Belvedere im Schloss Belvedere statt, bei dem die Besucher rund 1.200 Euro spendeten. Eine Spende in Höhe von 2.000 Euro erhielt der FVP bereits im Vorfeld vom Rotaryclub Potsdam-Belvedere. Der FVP ist allen Spendern dankbar, die durch ihr Dazugeben die Sanierung ermöglichen.

Sanierungsbedarf durch Feuchtigkeitsschäden

Die Eingangshalle des Belvedere auf dem Pfingstberg ist durch Feuchtigkeitsschäden und Abnutzungserscheinungen sanierungsbedürftig geworden. Arbeiten am Mauerwerk und dem Putz wurden deshalb dringend notwendig. Mit der Sanierung beauftragt wurde die Firma Bausanierung Denkmalpflege Altenkirch und Tomaschewski GbR aus Brandenburg an der Havel.

Zur Vorbereitung wurde bereits Anfang 2015 das Mauerwerk geöffnet, damit eine Belüftung und Austrocknung stattfinden kann. Im März 2016 wurde eine Abdichtungsmaßnahme auf dem Pegasusplateau vorgenommen, um das Eindringen von Regenwasser zu reduzieren. Jetzt soll zunächst die Westkonche (Konche = Einbuchtung/halbrunde Nische im Mauerwerk) wieder aufgebaut werden. Dabei wird es eine Neuerung geben: Das Mauerwerk der beiden westlichen Konchen wird beim Wiederaufbau vom dahinterliegenden Kalksteinmauerwerk entkoppelt, um eine Durchfeuchtung dauerhaft zu verhindern.

Die Bauweise als hinterlüftete Fassade bedingt das Öffnen originaler und neuer Lüftungskanäle. So werden zum Beispiel im Zuge der Baumaßnahme auch die alten überputzten Lüftungen der gesamten Torhalle wieder freigelegt. Bis zum Frühjahr 2017 wird die Eingangshalle deshalb im Bereich der Westkonche eingehaust sein.
Nach der Sanierung wird die Eingangshalle gestrichen, Abplatzungen an den Pfeilern und Schäden an den Fußböden und an der Treppe werden ausgebessert.

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